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Mobiles Beratungsteam Cottbus

Susanne Kschenka, Tel.: 0170 525 5991

Anett Müller, Tel.: 0171 535 6646

Mobiles Beratungsteam Cottbus,
Friedensplatz 6, 03058 Cottbus OT Gallinchen

Tel.: 0355 430 2441    Fax: 0355 499 3750     mbt-cottbus@BIG-demos.de

Kurzbiografien der Mitarbeiterinnen finden Sie hier.

Das MBT Cottbus in der Region

Das Arbeitsgebiet des MBT Cottbus erstreckt sich über den gesamten Süden des Landes Brandenburg: die Landkreise Elbe-Elster, Oberspreewald Lausitz, Spree-Neiße und die kreisfreie Stadt Cottbus. Östlich befindet sich die Grenze zu Polen. Im Süden und Südwesten grenzt unsere Region an das Bundesland Sachsen und nordwestlich an Sachsen/Anhalt. Schaut man in den Norden, so grenzt das Gebiet an die Brandenburger Landkreise Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und Oder-Spree. Etwa 475.000 Menschen leben in dieser 4905,3 qkm großen Region – davon gehören ca. 20.000 der sorbischen Minderheit an.

Natur

Die wechselvolle Landschaft in Südbrandenburg wurde vor vielen hundert Jahren von zwei Eiszeiten geformt und ist, ungeachtet der relativ dünnen Besiedlung, eine von den Menschen intensiv gestaltete Kulturlandschaft. Sie ist durch Kiefernforste, Heiden, Erlenbruchwälder, aber auch durch landwirtschaftliche Nutzflächen geprägt. Ein Großteil des Brandenburger Südens gehört zum Gebiet der Niederlausitz. Ihr Zentrum ist die Stadt Cottbus. Sie grenzt im Süden an die Oberlausitz.

Der Süden Brandenburgs ist zudem durch den extensiven Braunkohletagebau vieler Jahrzehnte geprägt. Die Menschen müssen sich mit der Umsiedlung und Abbaggerung von Dörfern und der Zerstörung alter Kulturlandschaften auseinandersetzen. Verbunden sind damit umfangreiche Auswirkungen auf Wasserhaushalt und Klima und auf die Natur insgesamt.

Wirtschaft und Tourismus

Neben einer Vielzahl kleinerer, mittelständischer und größerer Industriebetriebe, sowie mehrerer Braunkohlekraftwerke bestimmt die Landwirtschaft das produktive Geschehen. Große Teile der Landschaft fielen und fallen auch heute noch dem Bergbau zum Opfer und wurden und werden im Anschluss daran rekultiviert. So entstanden viele Seen in der Region. Diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen. Nach Abschluss der Rekultivierung sollen große Gebiete neu touristisch erschlossen werden. Besonders der Wasser-, Rad- und Reittourismus sind in diesem Zusammenhang ausbaufähig. Aber auch im Hotelgewerbe und der Gastronomie wird sich in Zukunft sicher einiges verändern. In den vergangenen Jahren entstand ein qualitativ hochwertiges südbrandenburger Radwegenetz. Es zieht schon heute Menschen aus ganz Europa an.

Der Süden Brandenburgs hat sich zu einer Energieregion Lausitz-Spreewald zusammen-geschlossen, um gemeinsame Potentiale nutzen zu können und die Region besser zu vermarkten.

Rechtsextremismus in der Region

Die rechtsextremen Parteien NPD und DVU sind auch im Süden Brandenburgs über Kreisverbände organisiert. Die NPD hat im Moment steigende Mitgliederzahlen zu verzeichnen und ist seit den Kommunalwahlen im Jahr 2008 mit Abgeordneten in den Stadtverordnetenversammlungen von Cottbus und Guben und im Kreistag Spree-Neiße vertreten. Dazu kommt, dass im Süden Brandenburgs auch verschiedene Gruppen der "Freien Kräfte" bzw. "Nationalen Sozialisten" aktiv sind und mit verschiedenen Aktionen in der Öffentlichkeit auftauchen (z.B. bei Volksfesten und Umzügen). Außerdem unterstützen Teile der Freien Kräfte auch Aktionen der NPD und sind mit ihr vernetzt. Die NPD Sachsen gibt ebenfalls ihr Bestes, um die NPD Brandenburg zu unterstützen. Einige Gegenden im Süden Brandenburgs sind durch überdurchschnittlich hohe rechtsextreme Wahlergebnisse in der Vergangenheit aufgefallen.

Aktivitäten von engagierten Bürgerinnen und Bürgern und zivilgesellschaftliche Zusammenschlüsse

So unterschiedlich die Orte in unserem Beratungsgebiet sind, so vielfältig sind auch die Aktivitäten. In unterschiedlicher Zusammensetzung treffen sich:

-                                 engagierte BürgerInnen

-                                 Mitglieder verschiedener Ortsvereine der Parteien

-                                 SozialarbeiterInnen

-                                 SchülerInnen

-                                 Soziale oder kulturelle Vereine und Jugendinitiativen

-                                 Mitglieder von Sportvereinen und Kirchen

-                                 LehrerInnen

-                                 VertreterInnen verschiedner Beratungsstellen

-                                 Mitarbeiter in Museen, usw.

Oft sind auch MitarbeiterInnen der Verwaltung, BürgermeisterInnen, die Polizei und manchmal auch UnternehmerInnen beteiligt.

Ob es Einzelpersonen sind, sich ein ganz kleiner Kreis von Menschen trifft oder gar eine große Runde – alle haben den gemeinsamen Willen, bei konkreten rechtsextremen Vorfällen aktiv zu werden und die Kräfte und Ideen zu bündeln. Allen ist auch gemeinsam, sich daneben langfristig und in ganz unterschiedlicher Weise für Demokratie, Toleranz, Vielfalt und Aufarbeitung der Geschichte konkret vor Ort einzusetzen.

Wir als MBT beraten gern einzelne Bürgerinnen und Bürger und natürlich die Zusammenschlüsse je nach dem Bedarf

Wir stehen für Auskünfte zur Verfügung, begleiten Prozesse, beraten bei Schwierigkeiten, bringen unsere Ideen ein oder transportieren Ideen von einem Tisch zum anderen. Wichtig ist uns dabei immer, auf das zu hören, was Menschen benötigen, um eigene Ideen und Vorstellungen selbst umsetzen zu können. Wir unterstützen und begleiten aktive Bürger auf ihrem Weg.

Kurz gesagt: Wir sind Ihr Ansprechpartner zu allen Fragen zum Thema Rechtsextremismus und Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens. Selbstverständlich behandeln wir ihre Anfragen vertraulich. Kontaktinformationen siehe oben.

 

Aktuelle Schwerpunkte des MBT Cottbus
  • Beratung von Einzelpersonen, Aktionsbündnissen bzw. Bürgerbündnissen
z.B. Cottbuser Aufbruch, Runder Tisch gegen Extremismus in Forst, Runder Tisch für Ausländer gegen Gewalt Spremberg, Initiative Jahr der Mahnung Guben, Forum Lübbenau, u.a.
  • Beratung von Verwaltung und Politik im Zusammenhang mit Stärkung demokratischer Strukturen und Bürgerbeteiligung
  • Beratung und Begleitung von Lokalen Aktionsplänen z.B. in Elbe-Elster
  • Moderation und Begleitung von Diskussionsprozessen zwischen Verantwortungsträgern aus Verwaltung, Wirtschaft, Gewerkschaft, Politik, Kirche usw.

z.B. Prozess in Bezug auf Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Forst 2009, Zukunftskonferenz Amt Döbern-Land 2009/2010

  • Information, Beratung und Fortbildung von Mitarbeitern im Bereich der Bildung, Jugendhilfe, Sport, Feuerwehr, Kirche usw. zum Umgang mit rechtsextremen Tendenzen und Erscheinungsformen vor Ort

 z.B. Fortbildung von Sozialpädagogen in Finsterwalde 2010, Lehrerfortbildung Europaschule Regine-Hildebrandt Cottbus 2010, Information und Fortbildung in verschiedenen Stadtverwaltungen, Handwerkskammer Cottbus, Wohnheim OSZ in SPN

  • Erarbeitung von Situationsbeschreibungen mit Menschen vor Ort

z.B. Kinder- und Jugendtreffpunkt Cottbus Sachsendorf 2010

  • Unterstützung von demokratischen Jugendinitiativen und Vereinen

z.B. Kultur- und Begegnungszentrum Parkstr.7 e.V. Forst

  • Durchführung von Zukunftswerkstätten u.ä.
  • Interdisziplinäre und kommunale Fachtagungen und Seminare zu Entwicklungsfragen des demokratischen Gemeinwesens

z.B. Fachtag „Rechtsextremismus“ in Cottbus 2010, KommunalpolitikerInnen und Verwaltungen beim Städte- und GemeindebundBrandenburg 2009/2010

  • Unterstützung und Begleitung von Betriebs- und Dienstvereinbarungen gegen Diskriminierung in Verwaltungen bzw. Wirtschaftsunternehmen
  • Moderation von Veranstaltungen

z.B. Diskussionsrunde mit Landtagsabgeordneten aus Brandenburg und Sachsen in der Zivildienstschule Schleife 2010

  • Beratung von Eltern und Familienmitgliedern