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Mobiles Beratungsteam Cottbus

Susanne Kschenka, Tel.: 0170 525 5991

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Mobiles Beratungsteam Cottbus,
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Kurzbiografien der Mitarbeiterinnen finden Sie hier.

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Aktuelles aus der Region des MBT Cottbus

Aus aktuellem Anlass veröffentlichen wir einen Analysetext zu dem "Internet-Projekt spreelichter.info"

Daniel Krüger: Völkische Ideen und Inszenierungen aus dem Spreewald (PDF-Datei)

Der vorliegende Aufsatz ist eine Vorabveröffentlichung aus dem in Kürze erscheinenden Band Demos – Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung. Einblicke IV. Ein Werkstattbuch. Das Manuskript wurde im März 2012 fertiggestellt.

 

Das MBT Cottbus in der Region

Das Arbeitsgebiet des MBT Cottbus erstreckt sich über den gesamten Süden des Landes Brandenburg: die Landkreise Elbe-Elster, Oberspreewald Lausitz, Spree-Neiße und die kreisfreie Stadt Cottbus. Östlich befindet sich die Grenze zu Polen. Im Süden und Südwesten grenzt unsere Region an das Bundesland Sachsen und nordwestlich an Sachsen/Anhalt. Schaut man in den Norden, so grenzt das Gebiet an die Brandenburger Landkreise Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und Oder-Spree. Etwa 475.000 Menschen leben in dieser 4905,3 qkm großen Region – davon gehören ca. 20.000 der sorbischen Minderheit an.

Natur

Die wechselvolle Landschaft in Südbrandenburg wurde vor vielen hundert Jahren von zwei Eiszeiten geformt und ist, ungeachtet der relativ dünnen Besiedlung, eine von den Menschen intensiv gestaltete Kulturlandschaft. Sie ist durch Kiefernforste, Heiden, Erlenbruchwälder, aber auch durch landwirtschaftliche Nutzflächen geprägt. Ein Großteil des Brandenburger Südens gehört zum Gebiet der Niederlausitz. Ihr Zentrum ist die Stadt Cottbus. Sie grenzt im Süden an die Oberlausitz.

Der Süden Brandenburgs ist zudem durch den extensiven Braunkohletagebau vieler Jahrzehnte geprägt. Die Menschen müssen sich mit der Umsiedlung und Abbaggerung von Dörfern und der Zerstörung alter Kulturlandschaften auseinandersetzen. Verbunden sind damit umfangreiche Auswirkungen auf Wasserhaushalt und Klima und auf die Natur insgesamt.

Wirtschaft und Tourismus

Neben einer Vielzahl kleinerer, mittelständischer und größerer Industriebetriebe, sowie mehrerer Braunkohlekraftwerke bestimmt die Landwirtschaft das produktive Geschehen. Große Teile der Landschaft fielen und fallen auch heute noch dem Bergbau zum Opfer und wurden und werden im Anschluss daran rekultiviert. So entstanden viele Seen in der Region. Diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen. Nach Abschluss der Rekultivierung sollen große Gebiete neu touristisch erschlossen werden. Besonders der Wasser-, Rad- und Reittourismus sind in diesem Zusammenhang ausbaufähig. Aber auch im Hotelgewerbe und der Gastronomie wird sich in Zukunft sicher einiges verändern. In den vergangenen Jahren entstand ein qualitativ hochwertiges südbrandenburger Radwegenetz. Es zieht schon heute Menschen aus ganz Europa an.

Der Süden Brandenburgs hat sich zu einer Energieregion Lausitz-Spreewald zusammen-geschlossen, um gemeinsame Potentiale nutzen zu können und die Region besser zu vermarkten.

 

Rechtsextremismus in der Region

Die rechtsextreme Partei NPD ist im Süden Brandenburgs über den Kreisverband Lausitz organisiert. Die NPD hat im Moment steigende Mitgliederzahlen zu verzeichnen.Sie erfährt große Unterstützung in ihren Wahlkämpfen aus den Reihen der Freien Kräfte bzw. nationalen Sozialisten, die es im Süden in einigen Orten gibt. Die NPD Sachsen gibt ebenfalls ihr Bestes, um die NPD Brandenburg in dem Aufbau ihrer Strukturen zu unterstützen. Einige Gegenden im Süden Brandenburgs sind durch überdurchschnittlich hohe rechtsextreme Wahlergebnisse in der Vergangenheit aufgefallen.

Neben den rechtsextremen Parteistrukturen gibt es noch rechtsextreme Personenzusammen-schlüsse, die nicht parteigebunden sind. Zu diesen zählen auch die oben genannten Freien Kräfte in unserer Region. Diese ungebundenen Gruppen agieren eigenständig, aber hin und wieder auch als gesamtes Netzwerk und sind als solches nicht zu unterschätzen.

Besonders das Netzwerk der „Spreelichter“ agiert seit Jahren im Süden Brandenburgs und versucht mit seinen zahlreichen Aktionsformen besonders Jugendliche an sich zu binden. Die „Spreelichter“ sind stark vernetzt auch mit sächsischen Teilen der freien Kräfte und haben sich bundesweit einen Namen in der rechtsextremen Szene gemacht. Im Folgenden finden sie hier auch einen Presseartikel. Siehe auch den Aufsatz von Daniel Krüger (PDF).

 

Aktivitäten von engagierten Bürgerinnen und Bürgern und zivilgesellschaftliche Zusammenschlüsse

So unterschiedlich die Orte in unserem Beratungsgebiet sind, so vielfältig sind auch die Aktivitäten. In unterschiedlicher Zusammensetzung treffen sich:

- engagierte BürgerInnen

- Mitglieder verschiedener Ortsvereine der Parteien

- SozialarbeiterInnen

- SchülerInnen

- Soziale oder kulturelle Vereine und Jugendinitiativen

- Mitglieder von Sportvereinen und Kirchen

- LehrerInnen

- VertreterInnen verschiedner Beratungsstellen

- Mitarbeiter in Museen, usw.

Oft sind auch MitarbeiterInnen der Verwaltung, BürgermeisterInnen, die Polizei und manchmal auch UnternehmerInnen beteiligt.

Ob es Einzelpersonen sind, sich ein ganz kleiner Kreis von Menschen trifft oder gar eine große Runde – alle haben den gemeinsamen Willen, bei konkreten rechtsextremen Vorfällen aktiv zu werden und die Kräfte und Ideen zu bündeln. Allen ist auch gemeinsam, sich daneben langfristig und in ganz unterschiedlicher Weise für Demokratie, Toleranz, Vielfalt und Aufarbeitung der Geschichte konkret vor Ort einzusetzen.

Wir als MBT beraten gern einzelne Bürgerinnen und Bürger und natürlich die Zusammenschlüsse je nach dem Bedarf

Wir stehen für Auskünfte zur Verfügung, begleiten Prozesse, beraten bei Schwierigkeiten, bringen unsere Ideen ein oder transportieren Ideen von einem Tisch zum anderen. Wichtig ist uns dabei immer, auf das zu hören, was Menschen benötigen, um eigene Ideen und Vorstellungen selbst umsetzen zu können. Wir unterstützen und begleiten aktive Bürger auf ihrem Weg.

Kurz gesagt: Wir sind Ihr Ansprechpartner zu allen Fragen zum Thema Rechtsextremismus und Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens. Selbstverständlich behandeln wir ihre Anfragen vertraulich. Kontaktinformationen siehe oben.

Aktuelle Schwerpunkte des MBT Cottbus

  • Beratung von Einzelpersonen, Aktionsbündnissen bzw. Bürgerbündnissen

Beispiele: Cottbuser Aufbruch, Runder Tisch für Demokratie und Toleranz in Forst, Runder Tisch für Ausländer gegen Gewalt Spremberg, Forum Lübbenau, usw., wirtschaftliche Unternehmen, Sozialarbeiter und viele andere Akteure und Privatpersonen aus Gemeinden oder Kommunen

  • Beratung von Verwaltung und Politik im Zusammenhang mit Stärkung demokratischer Strukturen und Bürgerbeteiligung

Beispiele: Beratung von Landtagsabgeordneten und Kommunalpolitikern zum Thema Rechtsextremismus; Beratung und aktive Unterstützung bei der Initiierung und bei der Implementierung eines Lokalen Aktionsplanes im Landkreis Spree Neiße und der kreisfreien Stadt Cottbus 2011/2012. Dazu ein Artikel der Lausitzer Rundschau.

  • Beratung und Begleitung von Lokalen Aktionsplänen

Beispiele: Lokaler Aktionsplan der Stadt Lübbenau, Lokaler Aktionsplan Elbe-Elster 2006 – 2012 (Artikel der Lausitzer Rundschau dazu).

  • Moderation und Begleitung von Diskussionsprozessen zwischen Verantwortungsträgern aus Verwaltung, Wirtschaft, Gewerkschaft, Politik, Kirche, usw.

Beispiele: Prozess in Bezug auf Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Forst 2009, Kinderkonferenz Amt Döbern Land 2009, Zukunftskonferenz „Bildungschancen – Lebenschancen“ Amt Döbern-Land 2009

  • Information, Beratung und Fortbildung von Mitarbeitern im Bereich der Bildung, Jugendhilfe, Sport, Feuerwehr, Kirche usw. zum Umgang mit rechtsextremen Tendenzen und Erscheinungsformen vor Ort

Beispiele: Information der Elternkonferenz und der Lehrerkonferenz des Gymnasiums in Forst zum Thema Rechtsextremismus 2011/2012, Fortbildung bei den Mitarbeitern des Wohnheims der Sportschule Cottbus 2011, Beratung des Landessportbundes zum Umgang mit rechtsextremen Tendenzen im Kampfsport 2011/2012, Fortbildung von Sozialpädagogen/Sozialarbeitern im Landkreis Spree Neiße in Bezug auf den Umgang mit Rechtsextremismus im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit 2012

  • Erarbeitung von Situationsbeschreibungen mit Menschen vor Ort

Beispiel: Situation zu Kinder- und Jugendtreffpunkten im Stadtteil Sachsendorf in Cottbus 2010/2011

Durchführung von Zukunftswerkstätten u. ä.

  • Interdisziplinäre und kommunale Fachtagungen und Seminare zu Entwicklungsfragen des demokratischen Gemeinwesens

Beispiele: Fortbildung von Mandatsträgern und Verwaltungsmitarbeitern zum Thema „Umgang mit Rechtsextremisten in den Kommunalvertretungen“ gemeinsam mit dem Städte- und Gemeindebund 2010; Fachtag  „Rechtsextremismus“ in Cottbus 2010 und 2012

  • Unterstützung und Begleitung von Betriebs- und Dienstvereinbarungen gegen Diskriminierung in Verwaltungen bzw. Wirtschaftsunternehmen

Beispiele: Workshop „Beweggründe“ in Cottbus zur Verständigung über die gemeinsamen Vorbereitung Planung und Moderation von Veranstaltungenrund um das Gedenken an die Bombardierung von Cottbus am 15.02.1945 und Gegenaktionen zum jährlichen Naziaufmarsch 2011/2012; Forum der Jugendkoordinatoren im Landkreis Elbe Elster 2011/2012

  • Beratung von Eltern und Familienangehörigen

Wir sind Ihr Ansprechpartner zu allen Fragen zum Thema Rechtsextremismus und Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens. Selbstverständlich behandeln wir ihre Anfragen vertraulich. Kontaktinformationen siehe oben.