Das MBT Cottbus in der Region
Das Arbeitsgebiet des MBT Cottbus erstreckt sich über den gesamten Süden des Landes Brandenburg: die Landkreise Elbe-Elster, Oberspreewald Lausitz, Spree-Neiße und die kreisfreie Stadt Cottbus. Östlich befindet sich die Grenze zu Polen. Im Süden und Südwesten grenzt unsere Region an das Bundesland Sachsen und nordwestlich an Sachsen/Anhalt. Schaut man in den Norden, so grenzt das Gebiet an die Brandenburger Landkreise Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und Oder-Spree. Etwa 475.000 Menschen leben in dieser 4905,3 qkm großen Region – davon gehören ca. 20.000 der sorbischen Minderheit an.
Natur
Die wechselvolle Landschaft in Südbrandenburg wurde vor vielen hundert Jahren von zwei Eiszeiten geformt und ist, ungeachtet der relativ dünnen Besiedlung, eine von den Menschen intensiv gestaltete Kulturlandschaft. Sie ist durch Kiefernforste, Heiden, Erlenbruchwälder, aber auch durch landwirtschaftliche Nutzflächen geprägt. Ein Großteil des Brandenburger Südens gehört zum Gebiet der Niederlausitz. Ihr Zentrum ist die Stadt Cottbus. Sie grenzt im Süden an die Oberlausitz.
Der Süden Brandenburgs ist zudem durch den extensiven Braunkohletagebau vieler Jahrzehnte geprägt. Die Menschen müssen sich mit der Umsiedlung und Abbaggerung von Dörfern und der Zerstörung alter Kulturlandschaften auseinandersetzen. Verbunden sind damit umfangreiche Auswirkungen auf Wasserhaushalt und Klima und auf die Natur insgesamt.
Wirtschaft und Tourismus
Neben einer Vielzahl kleinerer, mittelständischer und größerer Industriebetriebe, sowie mehrerer Braunkohlekraftwerke bestimmt die Landwirtschaft das produktive Geschehen. Große Teile der Landschaft fielen und fallen auch heute noch dem Bergbau zum Opfer und wurden und werden im Anschluss daran rekultiviert. So entstanden viele Seen in der Region. Diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen. Nach Abschluss der Rekultivierung sollen große Gebiete neu touristisch erschlossen werden. Besonders der Wasser-, Rad- und Reittourismus sind in diesem Zusammenhang ausbaufähig. Aber auch im Hotelgewerbe und der Gastronomie wird sich in Zukunft sicher einiges verändern. In den vergangenen Jahren entstand ein qualitativ hochwertiges südbrandenburger Radwegenetz. Es zieht schon heute Menschen aus ganz Europa an.
Der Süden Brandenburgs hat sich zu einer Energieregion Lausitz-Spreewald zusammen-geschlossen, um gemeinsame Potentiale nutzen zu können und die Region besser zu vermarkten.
Rechtsextremismus in der Region
Die rechtsextreme Partei NPD ist im Süden Brandenburgs über den Kreisverband Lausitz organisiert. Die NPD hat im Moment steigende Mitgliederzahlen zu verzeichnen.Sie erfährt große Unterstützung in ihren Wahlkämpfen aus den Reihen der Freien Kräfte bzw. nationalen Sozialisten, die es im Süden in einigen Orten gibt. Die NPD Sachsen gibt ebenfalls ihr Bestes, um die NPD Brandenburg in dem Aufbau ihrer Strukturen zu unterstützen. Einige Gegenden im Süden Brandenburgs sind durch überdurchschnittlich hohe rechtsextreme Wahlergebnisse in der Vergangenheit aufgefallen.
Neben den rechtsextremen Parteistrukturen gibt es noch rechtsextreme Personenzusammen-schlüsse, die nicht parteigebunden sind. Zu diesen zählen auch die oben genannten Freien Kräfte in unserer Region. Diese ungebundenen Gruppen agieren eigenständig, aber hin und wieder auch als gesamtes Netzwerk und sind als solches nicht zu unterschätzen.
Besonders das Netzwerk der „Spreelichter“ agiert seit Jahren im Süden Brandenburgs und versucht mit seinen zahlreichen Aktionsformen besonders Jugendliche an sich zu binden. Die „Spreelichter“ sind stark vernetzt auch mit sächsischen Teilen der freien Kräfte und haben sich bundesweit einen Namen in der rechtsextremen Szene gemacht. Im Folgenden finden sie hier auch einen Presseartikel. Siehe auch den Aufsatz von Daniel Krüger (PDF).
Aktivitäten von engagierten Bürgerinnen und Bürgern und zivilgesellschaftliche Zusammenschlüsse
So unterschiedlich die Orte in unserem Beratungsgebiet sind, so vielfältig sind auch die Aktivitäten. In unterschiedlicher Zusammensetzung treffen sich:
- engagierte BürgerInnen
- Mitglieder verschiedener Ortsvereine der Parteien
- SozialarbeiterInnen
- SchülerInnen
- Soziale oder kulturelle Vereine und Jugendinitiativen
- Mitglieder von Sportvereinen und Kirchen
- LehrerInnen
- VertreterInnen verschiedner Beratungsstellen
- Mitarbeiter in Museen, usw.
Oft sind auch MitarbeiterInnen der Verwaltung, BürgermeisterInnen, die Polizei und manchmal auch UnternehmerInnen beteiligt.
Ob es Einzelpersonen sind, sich ein ganz kleiner Kreis von Menschen trifft oder gar eine große Runde – alle haben den gemeinsamen Willen, bei konkreten rechtsextremen Vorfällen aktiv zu werden und die Kräfte und Ideen zu bündeln. Allen ist auch gemeinsam, sich daneben langfristig und in ganz unterschiedlicher Weise für Demokratie, Toleranz, Vielfalt und Aufarbeitung der Geschichte konkret vor Ort einzusetzen.
Wir als MBT beraten gern einzelne Bürgerinnen und Bürger und natürlich die Zusammenschlüsse je nach dem Bedarf
Wir stehen für Auskünfte zur Verfügung, begleiten Prozesse, beraten bei Schwierigkeiten, bringen unsere Ideen ein oder transportieren Ideen von einem Tisch zum anderen. Wichtig ist uns dabei immer, auf das zu hören, was Menschen benötigen, um eigene Ideen und Vorstellungen selbst umsetzen zu können. Wir unterstützen und begleiten aktive Bürger auf ihrem Weg.
Kurz gesagt: Wir sind Ihr Ansprechpartner zu allen Fragen zum Thema Rechtsextremismus und Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens. Selbstverständlich behandeln wir ihre Anfragen vertraulich. Kontaktinformationen siehe oben.