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Mobiles Beratungsteam Frankfurt (Oder)

Ray Kokoschko, Tel.: 0172 326 2233

Robin Kendon, Tel.: 0177 411 6130

Mobiles Beratungsteam Frankfurt (Oder),
Postfach 1344, 15203 Frankfurt (Oder)
[Hausanschrift: Wiekestr. 1a, 15230 Frankfurt (Oder)]

Tel.: 0335 500 9664   Fax: 0335 500 9665    mbt-ff@BIG-demos.de

Das MBT Frankfurt (Oder) in der Region

Zwischen Berlin und der polnischen Grenze liegen die Landkreise Oder-Spree und Märkisch-Oderland, sowie an der Grenze die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder). Vom Oderbruch im Osten MOLs bis zum Oderseengebiet in LOS weist die Region vielfältige Landschaften, ländliche Räume und urbane Strukturen auf.

Tourismus und Landwirtschaft prägen die ländlichen Räume der Region. Wichtig für die Stadt Frankfurt (Oder) sind die Europa-Universität Viadrina sowie die sich entwickelnde Solartechnologiebranche. Die Stahlstadt Eisenhüttenstadt weist auch neue Ansiedlungen anderer Branchen vor. Strausberg und Fürstenalde setzen wirtschaftlich, wie die anderen Städte der Region, auf eine gesunde Mischung und ihre jeweils lokale Besonderheiten. Durch die Lage bedingt führen die wichtigen Verkehrsadern der Region viel Transit- und Pendelverkehr – Stau auf der Autobahn ist keine Seltenheit.

Rechtsextremismus und Demokratie

Die Region hat in Sachen Rechtsextremismus und Demokratie seit 1990 vieles erlebt und durchgemacht. Von den gewalttätigen Aktivitäten rechtsextremer Skinheads in den 1990er Jahren zu den unterschiedlichen Versuchen der politischen Einflussnahme durch organisierte Rechtsextreme der aktuellen Zeit hat sie fast alles schon gesehen. Während die DVU lange Jahre in MOL präsent war, galt LOS als Kern des NPD Kreisverbandes, von wo aus sie sich aber auch nach MOL erweitern will.

Der Partei unabhängige Rechtsextremismus in Form von „Kameradschaften“ spielt in MOL auch eine größere Rolle als in LOS – die früher in Frankfurt (Oder) stark vertretene Kameradschaftsszene (Der Film „No Exit“ zeigte etwa den Untergang) hat sich in eine gewisse politische Einflussnahme der regionalen Hooliganszene gewandelt, die südlich bis nach Cottbus reicht. In den ländlichen Räumen werden lokale Cliquen und rechtsextreme Szenen über die Bildungsstandorte vernetzt – und dort versuchen NPD und zum Teil DVU, Anknüpfungspunkte zu finden.

Gleichzeitig weist die Region eine lange Tradition der politischen und zivilgesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus auf. 1998 wurde die Plattform gegen Rechts Fürstenwalde gegründet, 1999 die Plattform gegen Rechts Frankfurt (Oder). Eisenhüttenstadt fasste 1999 den Beschluss, die zur Gründung der Aktion Courage führte, 2000 wurde in MOL das kreisweite Netzwerk für Toleranz und Integration gegründet, ebenso der Arbeitskreis Strausberg. Andere Initiativen sind später dann entstanden, als der Bedarf dafür wuchs, so 2007 das Bündnis in Schöneiche oder ad hoc Arbeitskreise in anderen Orten.

Durch die Aktivitäten dieser und anderer Gruppen ist das Bewusstsein für das Problem Rechtsextremismus in der Region gewachsen und es ist äußerst selten, dass rechtsextreme Vorkommnisse ganz ohne Reaktion erfolgen können. Die Region weist aktuell auch drei vom Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“ finanzierte Lokale Aktionspläne auf.

Wir sind für Sie da

Das MBT ist mit allen genannten und anderen Initiativen vernetzt und darüber hinaus mit vielen weiteren gesellschaftlichen Strukturen, wie Vereinen, Verwaltungen und Berufsgruppen, die sich jenseits der Öffentlichkeit mit dem Rechtsextremismus auseinandersetzen. Insbesondere beobachten wir die Versuche der organisierten Rechtsextremen, sich in den ländlichen Räumen „einzunisten“, und wir entwickeln, gemeinsam mit Akteuren und Akteurinnen vor Ort, Konzepte zur besseren Verankerung einer die Menschen einbeziehenden Demokratie.

Auf den Punkt gebracht heißt unser Ansatz: "mit denjenigen zusammen zu arbeiten, die etwas bewegen wollen, um diejenigen zu erreichen, die etwas bewegen sollen." Somit arbeiten wir mit einzelnen SozialarbeiterInnen oder BürgemeisterInnen aber auch mit größeren Arbeitskreisen und Bündnissen zusammen mit dem Ziel, eine stärkere Sensibilisierung für die Probleme Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt zu erreichen und darüber hinaus konkrete Aktivitäten und Maßnahmen im jeweiligen Bereich zu entwickeln.

Bestehende Institutionen, wie Verwaltung, Politik, Bildung, Wirtschaft, usw., werden in ihren Bemühungen gegen den Rechtsextremismus hinsichtlich ihrer Effektivität unterstützt. Wo Menschen vor Ort mit der Arbeit dieser Institutionen unzufrieden sind, versuchen wir, daraus einen konstruktiven Dialog entstehen zu lassen. Dort, wo dazu neue Strukturen, wie Netzwerke und bessere Kooperationsformen, notwendig sind, werden diese problem- und bedarfsorientiert aufgebaut.

Wir sind Ihr Ansprechpartner zu allen Fragen zum Thema Rechtsextremismus sowie zur Entwicklung des demokratischen Gemeinwesens. Selbstverständlich behandeln wir Ihre Anfrage vertraulich. Wenn Sie öffentlich handeln wollen, unterstützen wir Sie gern dabei. Kontaktinformationen siehe oben.

Kurzbiografien der Mitarbeiter finden Sie hier.

Aktuelle Schwerpunkte des MBT Frankfurt (Oder)
  • Beratung von Bündnissen, Arbeitskreisen, Initiativen, usw.

z.B. Plattform gegen Rechts Fürstenwalde, Plattform gegen Rechts Frankfurt (Oder), Aktion Courage Eisenhüttenstadt, Netzwerk für Toleranz und Integration Märkisch-Oderland, Arbeitskreis Strausberg, Bündnis Schöneiche u.a.

  • Beratung und Begleitung von Lokalen Aktionsplänen, bzw. von Einzelprojekten derselben
  • Beratung und Fortbildung für Mitglieder demokratischer Parteien im Umgang mit dem Rechtsextremismus
  • Beratung der zivilgesellschaftlichen Entwicklung von Konzepten zur Integration von Zuwanderern (in Zusammenarbeit mit der RAA FF)

z.B. Strausberg, Märkisch-Oderland

  • Reaktion auf rechtsextreme Vorkommnisse, wie Demonstrationen, Übergriffe und sonstige „Auftritte“ Rechtsextremer im öffentlichen Raum – siehe auch unsere Handreichung

z.B. Juli 2009 in Storkow, Februar 2008 in Bad Saarow, u.a.

  • Information, Beratung, Fortbildung und bei Bedarf Vernetzung

von Mitarbeitern und Ehrenamtlichen im Bereich der Bildung, Jugendhilfe, Sport, Feuerwehr, Kirche usw. zum Umgang mit rechtsextremen Tendenzen und Erscheinungsformen vor Ort

  • Beschreibung lokaler bzw. regionaler Situationen hinsichtlich des Rechtsextremismus sowie der demokratischen Potentiale

sowie Entwicklung mit Akteuren und Akteurinnen vor Ort von nachhaltigen Ansätzen zur besseren Verankerung einer die Menschen einbeziehenden demokratischen Kultur

  • Beratung von Verwaltung und Politik im Zusammenhang mit der Stärkung demokratischer Strukturen und Bürgerbeteiligung

z.B. Kommunalanalyse Bad Freienwalde, Entwicklung des Lokalen Aktionsplanes Fürstenwalde und ländlicher Raum

Die genannten Themen und Fragestellungen stellen den Großteil unserer aktuellen Beratungssituationen dar. Wir nennen hier nur eine Auswahl der Orte, Initiativen oder Einrichtungen, mit denen wir zu tun haben und auch solche, die selbst zum Thema Rechtsextremismus und Demokratieentwicklung öffentlich auftreten

Hier ist Deutschland und dort ist Polen

Storkow - sozial, tolerant, offen, rockig, kreativ, original, wach