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Mobiles Beratungsteam Neuruppin

Gabriele Schlamann, Tel.: 0173 632 6919

Nico Scuteri, Tel.: 0170 543 5063

Mobiles Beratungsteam Neuruppin

August-Bebel-Str.49, 16816 Neuruppin

Tel.: 03391 359189    Fax: 03391 659332   mbt-neuruppin@BIG-demos.de

Das MBT in der Region

Der Zuständigkeitsbereich des Regionalbüros Neuruppin erstreckt sich vom Nord-westlichen so genannten Berliner Speckgürtel, bis hoch an die Landesgrenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern. Unser Arbeitsgebiet umfasst somit äußerst unterschiedliche Regionen/Kommunen. Während wir es im eher urban/vorstädtisch geprägten südlichen Oberhavel teilweise mit Kommunen zu tun haben, deren Bevölkerungszahl sich seit der Wende verdreifacht hat und z.B. mit der Eröffnung von neuen Kindergärten gar nicht schnell genug hinterher kommen, stoßen wir hingegen im nördlichen und eher ländlich geprägten Teil unseres regionalen Arbeitsgebietes auf einen diametral entgegen gesetzten Trend. Kommunen wie Wittenberge oder Wittstock haben zum Beispiel seit der Wende mehr als ein Viertel ihrer Bevölkerung verloren und viele ländliche Gemeinden müssen sich u.a. mit Schulschließungen abfinden und durch den Abbau der ländlichen Infrastruktur immer längere Wege für die Erledigung alltäglicher Aufgaben in Kauf nehmen. 

Auch stellt sich der Rechtsextremismus im Norden und Süden unserer Arbeitsregion unterschiedlich dar. Im Allgemeinen lässt sich sagen dass wir es im Süden mit etablierten rechtsextremen Strukturen wie NPD und JN zu tun haben, die Landes-, Bundes- und teilweise sogar Europaweite Beziehungen ins rechtsextreme Spektrum hinein pflegen. Im Norden hingegen ist zumindest der organisierte Rechtsextremismus ausschließlich durch „Freie Kräfte“ und regionale Netzwerke geprägt, die sich u.a. stark nach Mecklenburg Vorpommern hin orientieren.

Die demographischen Entwicklungen und der sich unterschiedlich darstellende Rechtsextremismus haben selbstverständlich Auswirkungen auf unsere Arbeit im Gemeinwesen. Im ländlich geprägten Norden sind es oft kommunale Verwaltungen und GemeindevertreterInnen, die wir zu den Auswirkungen des Infrastrukturabbaus (z.B. Schulschließungen, Abbau des öffentlichen Nahverkehrs, wenig ehrenamtliches Engagement, etc.) auf das demokratische Gemeinwesen und die diesbezügliche vom Rechtsextremismus ausgehenden Gefahren beraten. Im urban-/vorstädtisch geprägten Süden unserer Arbeitsregion hingegen sind wir mit unserem Beratungsangebot stärker in zivilgesellschaftliche Netzwerke eingebunden, die eine offensivere Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus führen. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit im Norden wie im Süden ist jedoch die Förderung des demokratischen Gemeinwesens durch die Stärkung der Partizipation von BürgerInnen an den Geschicken ihres Wohnumfeldes und ihrer Kommune.

Zur Prignitz

Unser Arbeitsschwerpunkt Anfang des Jahres 2009 lag in der Gemeinde Plattenburg. Dort wurde das „Fürstentum Germania“ ausgerufen. Von Beginn an hat sich die Bürgermeisterin mit der Bitte um Unterstützung und Beratung an uns gewendet. Wir haben in dem Beratungsprozess unsere Recherchen ausgetauscht und diverse Strategien zum Umgang z.B. mit BürgerInnen vor Ort, Kreisverwaltung, Polizei, PolitikerInnen und Medien erarbeitet. Der Kontakt war sehr eng, teilweise täglich und die Beratung dauerte auch nach der Räumung des Schlosses in Krampfer an.

In Pritzwalk haben wir am 20.11.2010 eine Zukunftswerkstatt mit ca. 20 Personen aller Altersgruppen unter dem Motto „Mitreden, Mitgestalten, Mitentscheiden – geht da was gemeinsam?“ moderiert.

In Wittenberge begleiten wir seit Jahren beratend das zivilgesellschaftliche Engagement, so z.B. aktuell beim Street-Soccer-Turnier Anfang September 2009, das vom Bündnis für Familie initiiert wurde.

Ebenfalls in Wittenberge haben bei der Vorbereitung der am 22.09.2010 stattgefundenen Tagung vom Jugendmigrationsdienst zum Thema „was ich will kann ich Zeigen - Chancen Junger Zuwanderer in der Region“ mitgewirkt und diese auch moderiert.

Zu Ostprignitz-Ruppin

Für den 05. September 2009 hatten Rechtesextreme eine Demonstration durch Neuruppin angemeldet. Das Bürgerbündnis „Neuruppin bleibt bunt“ mobilisierte zum Antikriegstag einen phantasievollen Protest der EinwohnerInnnen und UnterstützerInnen aus anderen Orten mit Bühnenprogramm, Seifenkistenrennen, „Meckerecke“ und Lesungen. 700 DemokratInnen zeigten mit hohem Engagement Flagge gegen 200 Rechtsextreme. Das Bündnis haben wir bei der Vorbereitung und Durchführung beraten und mit ihnen den Tag ausgewertet.

Für den 27.03.2010 hatten die „Freien Kräfte Neuruppin“ wieder eine Demonstration angemeldet. In diesem Zusammenhang haben wir das Bürgerbündnis „Neuruppin bleibt bunt“ sehr eng beraten und bei der Organisation eines Demokratiefestes in der Neuruppiner Innenstadt unterstützt.

Auch haben wir das Bürgerbündnis „Neuruppin bleibt bunt“ bei seiner Aktion zum 04.09.2010 „Gegen Krieg und Vertreibung – Asyl ist Menschenrecht“ beratend und unterstützend zur Seite gestanden.

Die begleitende Beratung des Lokalen Aktionsplans (LAP) in Ostprignitz-Ruppin gehört ebenso zu unserem Auftrag. Der Begleitausschuss sieht Optimierungsbedarf bei der Findung von Themen für Projekte, die über den LAP finanziert werden können; z.B. die Erarbeitung eines Konzeptes zur Arbeit von Trägern, die mit rechtsextrem affinen Erwachsenen z.B. zum Thema Demokratieentwicklung arbeiten könnten.

In Wusterhausen haben wir am 11.09.2010 den ersten Wusterhausener Zukunftstag zum Thema „Kinder und Jugend“ mit über 50 TeilnehmerInnen aller Altersgruppen moderiert. Im Vorfeld hatten wir seit März 2010 die Vorbereitungsgruppe „Wusterhausener Zukunftskreis“ bei der Vorbereitung des Zukunftstages beratend unterstützt.

Aktuell beraten wir die Kreisverwaltung und die Koordinierungsstelle des Lokalen Aktionsplans bei der Vorbereitung des LAP-Fachtages, der für den 05.11.2010 angedacht ist. Auf dem Fachtag wird der LAP ausgewertet und überlegt, wie es weiter gehen soll.

Zu Oberhavel

Im Landkreis Oberhavel gibt es eine Vielfalt von zivilgesellschaftlichen Initiativen, die sich immer wieder an uns wenden. Nachgefragt werden Vorträge z.B. zum NPD-Verbot, zu Wahlen, zur aktuellen Einschätzung des Rechtsextremismus vor Ort. Daneben beraten und begleiten wir die Initiativen bei der Erarbeitung der Schwerpunktsetzung ihrer Arbeit und bei ihrer inhaltlichen Weiterentwicklung.

  • Wir beraten und begleiten folgende Netzwerke und Initiativen: Hennigsdorfer Aktionsbündnis lebendige Teilhabe (H.A.L.T), Hennigsdorfer Ratschlag, Hennigsdorfer Ausländerbeirat, Forum gegen Rassismus und Gewalt in Oranienburg, Netzwerk für eine Lebendige Demokratie in Oberhavel.
  • Über die Örtlichen und Kreisweiten Netzwerke bestehen vielfältige Kontakte auch zu kommunalen Verwaltungen und Akteuren der Jugendarbeit,

Das MBT ist für Sie da

Wir sind Ihr Ansprechpartner zu allen Fragen zum Thema Rechtsextremismus und Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens. Selbstverständlich behandeln wir ihre Anfragen vertraulich. Kontaktinformationen siehe oben. Kurzbiografien der MitarbeiterInnen finden Sie hier.

Das Für und Wider einer Blockade

Wenn Rechtsextreme in einem Ort eine Demonstration anmelden, finden sich in der Regel Menschen zusammen, um dem etwas entgegen zu setzen. Wir haben hier ein paar grundsätzliche Fragen, die in einem dann eventuell entstehenden Bündnis vor Ort diskutiert werden sollten, zusammengefasst.

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