Mobile Beratung auf dem Drahtseil – Vom Balanceakt, im Gemeinwesen demokratiefreundlich mit Demokratiefeinden umzugehen (2020)

Der Text skizziert in mehreren Phasen einen komplexen Beratungsprozess, der im Kern der Frage nachgeht: Darf die Bürgerschaft in einem Ort Rechtsextremen einem Teil ihrer Bürgerrechte absprechen, indem sie ihnen die Teilnahme an einem Bürgerfest und einer Sportveranstaltung verwehrt? Welche Wirkungen und Grenzen können einzelne Handlungsoptionen haben?

„Ohne Blaulicht“ – Feuerwehren als zivilgesellschaftliche Akteure (2012)

Feuerwehren haben über ihren Brandschutzauftrag hinaus vielfältige soziale Funktionen. Vor allem wenn Konflikte bearbeitet werden müssen, gerät das kommunikative „Handwerkzeug“ in den Blickpunkt. Beratungsarbeit kann dabei unterstützen. Erfolgt sie gerade nicht „zielorientiert“, kann sie dazu beitragen, Konflikte und Probleme aus eigener Kraft in Lerngelegenheiten und Veränderungsprozesse zu transformieren.

Ein Osterspaziergang im August – Vom Umgang der Gemeinde Schorfheide mit einem rechtsextremen Nachbarn und seinen Aktivitäten (2012)

Ignorieren, sich treiben lassen von rechtsextremen Aktivitäten und Protestierenden von außen – oder als Gemeinde zusammenstehen und den eigenen Weg finden, zusammenzuhalten und zu zeigen, wofür man steht? Beispiel einer Antwort.

Eltern mischen mit. Ergebnisse aus dem Pilotprojekt Elternwege–Beratungswege (2010)

Anhand mehrerer Szenarien werden die Erfahrungen der Mitarbeitenden von „Elternwege – Beratungswege“ aus knapp zwei Jahren Projektlaufzeit resümiert. Im Fokus der Arbeit vor Ort standen dabei zum einen die Kompetenzvermittlung an Familien hinsichtlich Kindeserziehung und Entwicklungsförderung, zum anderen die Beratung von Kommunen in Bezug auf den Ausbau von familienfreundlichen Strukturen.

Gedanken zum Arbeitskonzept des Mobilen Beratungsteams (2010)

Der Artikel spricht sich für ein Beratungsverständnis aus, das jenseits von Richtig–Falsch–Unterscheidungen, Spezialwissen, methodischem Vorgehen und Ermahnungen von außen konkreten Bezug nimmt auf die Anliegen der Akteur*innen, ihre Sichtweisen und Verständnisse von Rechtsextremismus. Er fordert auf, sich auf einen offenen Prozess einzulassen und darin Impulse zu setzen, die für alle Beteiligten Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen.